Das Garmin Montana 610 ist aktuell eines der modernsten Outdoor Navis am Markt. Mit Features wie der Bluetooth und WLAN Konnektivität und dem Touchscreen bietet es für viele Einsatzzwecke.
Wir haben das Montana 610 auf Herz und Nieren getestet, auf und abseits des Motorrads.
Technische Eckdaten
- Display: 4 Zoll TFT-Display mit 272 x 480 Pixel(Touchscreen)
- Karten: ohne Karte bzw. mit TOPO Deutschland V7 Pro im Bundle erhältlich
- Gehäuse: IPx7 Wasserdicht
- Speicher: 2,7 GB integriert, Micro-SD Karten optional
- Anzeige: Hoch und Querformat
- Routenberechnung: Motorradfahrer, Auto, verschiedene Outdoor Modi, Marine
- GPS Empfänger: GLONASS und GPS
- Akku: 16 Stunden Laufzeit mit Lithium Ionen Akku (bis zu 22 Stunden mit AA Batterien)
- Gewicht: 289 g inkl. Akku
- Sensoren: Barometrischer Höhenmesser, elektrischer Kompass
- Verbindungen: Bluetooth, USB 3.0, ANT+, NMEA 0183
- Zusätzliche Funktionen: Fitness, Annäherungsalarm, Jagd- und Angelkalender, Gezeiten, Sonne- und Mondkalender, div. Marinefunktionen

Zubehör und Lieferumfang
Der Lieferumfang des Montana 610 besteht aus dem Gerät selbst, dem Lithium Ionen Akkupack, einem Ladegerät, USB Kabel, diversen Steckdosenadaptern und der Bedienungsanleitung.

Halterungen sind keine im Standardlieferumfang enthalten. Bei einem Outdoor Navi ist das aber nicht unüblich und für die meisten auch sinnvoll. Da jeder das Gerät anders nutzt, kommt es dem Kunden günstiger sich gleich die richtige Halterung selbst zu kaufen.
Als Zubehör gibt es einige Halterungen:
- KFZ Halterung mit Lautsprecher zum Auflegen auf das Armaturenbrett
- KFZ Saugnapfhalterung mit Lautsprecher
- Fahrradlenkerhalterung
- Bootshalterung
- Ram Montagesatz
- AMPS Halterung für den RAM Montagesatz
Als Motorradhalterung kommen auch diverse Halterungen von Fremdherstellern, wie etwa Touratech in Frage. Grundsätzlich ist die Monatge mit RAM Mount und der AMPS Halterung aber auch robust.
Für die ANT+ Schnittstelle bietet Garmin auch zwei Brustgurte zur Messung der Herzfrequenz.
Gehäuse
Für ein Motorradnavi ist das Montana 610 eher klein. Für ein reines Outdoor Navi allerdings wieder relativ groß. Natürlich nicht so gewaltig wie das Garmin 276Cx aber für die Hosentasche doch etwas groß.

Qualitativ gibt es nichts zu meckern. Die Oberflächen sind allesamt angenehm anzugreifen und wirken fast wie Softtouch Kunststoff. Die IPx7 Zertifizierung glauben wir sofort.
Bedienelemente gibt es nur sehr wenige. Abgesehen vom Ein/Aus Schalter (der sich überraschenderweise relativ leicht drücken lässt), gibt es keine. Rückseitig findet man noch die mit Gummi abgedeckten Anschlüsse für Mini-USB, externe Antenne (MCX Format), Kopfhörer und die Akkuabdeckung, unter der sich auch der Micro SD Slot verbirgt.
Das Batteriefach lässt sich einfach über einen D-Verschluss öffnen und scheint sehr sauber zu schließen.

Das Gewicht empfanden wir bei einer kleineren Wanderung gerade noch als angenehm. Wer sich ein Navi rein zu diesem Zwecke kauft, wird sich aber etwas kompakteres und leichteres wünschen. Das Montana ist aber ganz klar als universal Gerät konstruiert.
Diesen Spagat schafft es unserer Meinung auch noch. Stabil montiert kann es genauso auf dem Mountainbike, dem Motorrad oder eben am Karabiner oder der Wanderhose seinen Dienst verrichten.
Stromversorgung
Im Gegensatz zu anderen Outdoor Navis bringt das Montana 610 ein mitgeliefertes Lithium Ionen Akkupack mit. Dennoch besteht die Möglichkeit, das Navi auch mit 3 Stk. AA Batterien zu betreiben. Das verlängert die Laufzeit sogar um bis zu 6, also auf insgesamt 22 Stunden. Leider erhöhen die Batterien auch das Gewicht etwas. Dennoch finden wir die Flexibilität sehr gut. Bei längeren Einsätzen kann man also mit Akku starten und dann auf Batterien wechseln.
In unserem Test hat das Navi die Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden nicht ganz erreicht. Allerdings war das Gerät dabei großteils mit Navigation beschäftigt, sowohl im Auto, dem Motorrad als auch zu Fuß. Im Standby Modus, ohne GPS, könnten noch längere Laufzeiten realisierbar sein. Wir haben jedenfalls echte, gemessen 12 Stunden mit einem Akkupack geschafft, was für die meisten Zwecke ausreichend sein sollte.
Zum Laden muss das Akkupack nicht ausgebaut werden.
Display
Das 4 Zoll Touchscreen Display mit einer Auflösung von 272 x 480 Pixel glänzt natürlich nicht, wie ein hochauflösendes wie das des neuen TomTom Rider. Für den Einsatzzweck finden wir es aber absolut ausreichend.
Die Helligkeit lässt sich einstellen und ist auf 100% auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar.
Das wechseln zwischen Hoch- und Querformat benötigt einen kurzen Augenblick, vor allem in der Kartenansicht. Als langsam würden wir das aber nicht bezeichnen.

Die Touch Funktion ist zuverlässig und lässt sich auch mit dünnen Handschuhen bedienen. Auch das Verschieben der Karte ist einfach und schnell erledigt. Eine Mehrfinger Bedienung (zum Zoomen) ist leider nicht möglich. In der Bewegung wäre das allerdings ohnehin schwierig zu bewerkstelligen. An dieser Stelle sind wir bei einem Outdoor Navi froh über die Zoom Buttons.
Kartenmaterial
Garmin liefert das Montana in der Standard Ausführung ohne vorinstallierte Karten, bzw. mit einer Basiskarte (aus unserer Sicht für keinen Einsatzzweck zu gebrauchen) aus. Da man sich heute mit BaseCamp kinderleicht gratis OSM Karten herunterladen kann, stört uns das nicht. Für viele Käufer wird der Kauf einer zusätzlichen topografischen und/oder Straßenkarte aber der leichtere Weg sein.
Die Karten können direkt bei Garmin downgeloadet oder als Micro SD gekauft werden. Preis für die Straßenkarten City Navigator zwischen € 40,- und € 90,-, je nachdem wieviele Länder man dabei haben will.
Etwas teurer wird es bei den topografischen Outdoor Karten. Die Topo Deutschland kostet aktuell € 129,-.
Die Karten gibt es meist etwas günstiger bei Amazon*.
Bedienung
Trotz der vielen Funktionen, geht die Bedienung des Montana sehr einfach von der Hand. Durch das große Touchscreen und die gute Menüführung, die Garmin mittlerweile anbietet, sollte sich jeder schnell mit den wichtigsten Funktionen vertraut gemacht haben.
In der Kartenansicht lassen sich natürlich verschiedenste Individualisierungen vornehmen und so die gewünschte Ansicht angepasst werden. In der Straßennavigation ist ein reines Motorrad- oder Auto Navi natürlich etwas im Vorteil. Wer ein Allround Gerät sucht, wird sich aber dennoch schnell mit der Adressen Suche und der Navigationsansicht zurechtfinden.
Vor allem im Vergleich zu den kleineren Outdoor Navis wie dem Garmin GPSMap 64s und dem Garmin Oregon 700 fällt die Einarbeitungszeit aber sehr kurz aus.
Die Navigation im Gelände ist auch für Einsteiger schnell erlernt. Eine Wanderroute lässt sich beispielsweise leicht über BaseCamp auf das Gerät laden und über die Funktion „Routenplaner“ starten. Sofort kann man sich das Höhenprofil und die Karte ansehen und starten. Gerade beim Wandern gibt das Navi keine Rätsel auf und zeigt zuverlässig die geplante Route.

Der aktive Track kann auch aufgezeichnet werden, danach kann man sich bequem mit der „TrackBack“ Funktion zurück navigieren lassen.
Die Startseite lässt sich frei konfigurieren, so hat man die wichtigsten Anwendungen auf einem Blick.
Das Gerät bietet viele weitere Sonderfunktionen:
- Track Manager: zum einfachen organisieren und aufzeichnen der Tracks
- Geocaching: Es sind über 250.000 Caches vorinstalliert
- Mittels Birds Eye Satellite Imagery: Satellitenbilder 1 Jahr gratis inkludiert
- Profile: Nicht nur frei wählbar sondern auch automatisch je nach Halterung erkannt
- Jagd- und Angelfunktionen
- Gezeitenkalender
- Flächenberechnung: Abgehen eines Grundstückes zur Ermittlung der Fläche
- Wecker, Stoppuhr, Rechner
- Marinefunktionen
Dank GPS und GLONASS Empfang ist die Navigation auch unter schlechten Bedingungen möglich. Bei unserem Test, auch im Wald, konnten wir diesbezüglich keine Probleme feststellen.
Unsere Erfahrungen
Dem Anspruch als Allround Talent wird das Garmin Montana definitiv gerecht. Es kann eben alles. Das ist aber auch der kleine Nachteil des Gerätes: für Wandern etwas klobig, als Auto Navi relativ kleines Display, für das Motorrad keine Spezialfunktionen (spezielle Kurvenroutings) usw.
Wer also einen ganz klaren Fokus auf eine der Disziplinen hat, wird also eher mit einem anderen Gerät glücklich. Wer aber einen Alleskönner sucht, mit dem jede Disziplin möglich ist, der wird mit dem Montana 610 auf lange Jahre viel Freude haben.
Mit dem Auto in die Berge, zu Fuß weiter auf den Gipfel und am nächsten Tag ausgedehnte Motorradtouren, das ist die Spezialdisziplin des Montana. Und hier ist es auch konkurrenzlos!
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