
Wenn man mit seinem Motorrad länger unterwegs ist oder mehr zu befördern hat, stellt sich die Frage wie man sein Motorrad am besten belädt. Man sollte in jedem Fall so wenig mitnehmen wie möglich, jedes zu viel bepackte Kilo schmälert schließlich den Fahrkomfort. Zudem lohnt sich ein Blick in die Fahrzeugpapiere, um die erlaubte Zuladung zu prüfen. Eine BMW R1200GS darf beispielsweise 212kg zuladen, das Fahrergewicht zählt natürlich dazu. Das kann bei Fahrten mit Sozia schon mal knapp werden.
Beim Beladen gibt es mehrere Punkte zu beachten um trotz Mehrgewicht sicher, komfortabel und mit Spaß unterwegs ist.
Anpassung des Motorrads
Wenn man nennenswertes Mehrgewicht aufladen möchte, sollte man nach der Überprüfung der Fahrzeugpapiere Fahrwerk und Reifenluftdruck anpassen. Ansonsten kann es bei höheren Geschwindigkeiten zum „pendeln“ des Motorrads führen. Vor allem das hintere Federbein sorgt bei falscher Einstellung für unangenehmes Fahrverhalten. Daher sind die meisten Fahrwerke in der Federvorspannung schnell verstellbar. Dies wird mittels Handrad das am Federbein oder extern montiert ist eingestellt. Neueste Motorräder können dies sogar elektrisch verstellen.
Wohin mit dem Gepäck
Einer der wichtigsten Punkte beim Beladen ist die Verteilung der Gepäckstücke. Viele Motorradfahrer konstruieren beeindruckende Türme auf ihren Gepäckträgern. Dies ist allerdings der Punkt am Motorrad der vom Schwerpunkt am weitesten entfernt ist.
Eine Skizze zur Veranschaulichung:

Fahrdynamisch fährt sich ein Motorrad am besten, wenn der gemeinsame Schwerpunkt (also samt Fahrer und Gepäck) möglichst tief und mittig sitzt.
Zum besseren Verständnis kann man versuchen einen Besen am äußersten Rand des Stiels waagrecht nach oben zu halten und diesen zu bewegen. Danach hält man den Besen möglichst nahe am Stiel, das funktioniert viel besser. Genau so verhält sich auch das Motorrad.
Daher werden beim Packen die schweren Gegenstände zuerst verstaut, vorzugsweise im Tankrucksack. Danach werden Satteltaschen bzw. Seitenkoffer beladen, diese liegen auch noch näher am Schwerpunkt als der Gepäcksträger. Dieser wird zuletzt beladen und bekommt möglichst leichten Inhalt.
Es sollte also in dieser Reihenfolge beladen werden:
- Tankrucksack
- Satteltaschen bzw. Seitenkoffer
- Gepäckträger
Wind und Wetter
Auf längeren Ausflügen lassen sich Regenfahrten und andere widrige Umstände kaum vermeiden. Dabei ist es wichtig sein Gepäck vor der Nässe schützen zu können. Auch wenn der Tankrucksack hinter einer Verkleidung etwas geschützt ist, sollte dieser entweder wasserdicht ausgeführt sein, wie einige Quick Lock Tankrucksack Modelle, oder eine zusätzliche Regenhaube eingebaut haben. Diese wird im Fall der Fälle über den Tankrucksack gestülpt und schützt den Inhalt. Das Befestigen dieser Regenhauben sollte gewissenhaft erledigt werden, damit diese nicht nach kurzer Zeit im Wind davon flattert.
Wenn der Tankrucksack mit Kartenfach ausgestattet ist, sollte die Regenhaube ebenfalls mit einem Sichtfenster ausgestattet sein.