Das Garmin GPSmap 64s wirkt optisch wie ein Dinosaurier unter den Outdoor Navis. Was sich bei der ersten Annäherung noch als altertümlich anfühlt, beweist sich bei der Nutzung immer öfter als Vorteil.
Wir haben das Profi Outdoor Navi getestet und waren mehr als einmal überrascht!
Technische Eckdaten
- Display: 2,6 Zoll TFT-Display mit 160 x 240 Pixel
- Karten: ohne Karte bzw. mit TOPO Deutschland V7 Pro im Bundle erhältlich
- Gehäuse: IPx7 Wasserdicht
- Speicher: 4 GB integriert, Micro-SD Karten optional
- Anzeige: Hochformat
- Routenberechnung: Motorradfahrer, Auto, Offroad fahren, Mountainbiken, Tourenradfahren, Wandern, Bergsteigen
- GPS Empfänger: GLONASS und GPS
- Akku: bis zu 16 Stunden Laufzeit mit AA Batterien
- Gewicht: 260,1 g inkl. Batterien
- Sensoren: Barometrischer Höhenmesser, elektrischer Kompass
- Verbindungen: Bluetooth, WLAN, USB
- Zusätzliche Funktionen: Garmin Connect Smartphone Verbindung, Wetter, Annäherungsalarm, Jagd- und Angelkalender, Sonne- und Mondkalender

Garmin 64s Zubehör und Lieferumfang
Das Garmin 64s wird mit einem Jahresabo für die BirdsEye Satellitenbilder, einem Karabinerclip, USB Kabel und einer Bedienungsanleitung ausgeliefert.
Wie also schon beim Garmin Oregon 700 ist kein Akkupack inkludiert.

Gehäuse
Schon rein optisch unterscheidet sich die GPSMAP Baureihe gewaltig von allen anderen Outdoor Navis am Markt. Vor allem die oben angebrachte Quad-Helix Antenne lässt das Navi eher wie ein Funkgerät wirken.
Hinzu kommt noch die Bedienung mittels Tasten, die dem Garmin einen zwar sehr professionellen Touch, aber auch einen etwas angegrauten verleiht.
Uns hat die Optik nicht gestört, im Gegenteil, mit dem 64s in Händen fühlt sich jeder kleine Spaziergang an, wie eine Spezialexpedition in abgelegene Gebiete. Und das Gerät würde das auch mitmachen. Dank IPX7 Zertifizierung und tadelloser sowie robuster Fertigung, kann man sich auf das Navi bei allen Witterungen verlassen.
Das Gewicht von 260g ist zwar etwas höher als das Garmin Oregon 700, durch die Form liegt das GPS map 64s aber noch einen Ticken besser in der Hand.
Zum Einstecken eignet es sich allerdings etwas weniger. Von den Abmessungen her sehr ähnlich, kann die abstehende Antenne aber schon mal in der Tasche stören oder verfängt sich gerne irgendwo an der Kleidung.
Wir empfehlen daher das Tragen am mitgelieferten Karabinerclip.

Zur Bedienung gibt es den typischen Ein/Ausschaltknopf an der rechten Seite.
Dazu kommen die Tasten unter dem Display:
- In: Karte einzoomen
- Out: Karte auszoomen
- Page: Damit lassen sich verschiedene Ansichten und Menüpunkte aufrufen
- Menu: Jeweiliger Menüpunkt oder Hauptmenü mit zweimal drücken
- Enter: Bestätigen
- Quit: Abbrechen
- Mark: Wegpunkt setzen
- Find: Ziel eingeben bzw. suchen
Stromversorgung
Einerseits ist man mit dem Betrieb per AA Batterien sehr kostengünstig unterwegs, wenn man mehr als nur ein Akkupack dabei haben möchte. Andererseits kann man für diesen Preis und bei einem so hochqualitativen Gerät auch ein Akkupack erwarten.

Die Akkulaufzeit von 16 Stunden konnten wir hier nicht ganz erreichen. Mit zwei neuen Duracell Batterien kamen wir auf rund 14 Stunden. Das ist aber sehr ordentlich. Wer auf sogenannte Eneloop Akkus umrüstet hat gute Laufzeiten und kann „beliebig“ viele Ersatzakkus mitnehmen.
Das Garmin original Akkupack, das es im Zubehör zu erwerben gibt, ist aufgrund der geringen Leistung nicht zu empfehlen.
Garmin GPS map 64s Display
Das 2,4 Zoll Display mit einer Auflösung von 160 x 240 Pixel ist relativ klein. Für Wanderungen oder ähnliche Geländenavigation aber ausreichend. Die Auflösung ist hoch genug um auch bei detailreichen Karten gute Übersicht zu haben.
Das Display liegt relativ tief im Glas und spiegelt kaum.
Die Helligkeit ist einstellbar und auch bei direkter Sonneneinstrahlung ausreichend.

Kartenmaterial
Garmin liefert das GPSMAP 64s nur eine Basiskarte aus. Diese beinhaltet nur die wichtigsten, weltweiten Verkehrsverbindungen.
Wer nicht auf die relativ teuren Garmin Karten zurückgreifen möchte, kann gratis OSM Karten (sowohl topografisch als auch für Straßennavigation) herunterladen und mit Garmin BaseCamp installieren.
Die Garmin Karten können ansonsten direkt auf der Garmin Website oder meist etwas günstiger bei Amazon* gekauft werden.
Bedienung
Die Bedienung mittels Tasten ist etwas gewöhnungsbedürftig aber dann doch überraschend einfach. Hat man sich ersteinmal an die Menüführung gewöhnt, erkennt man die Logik dahinter und lernt diese schätzen.
Alles am Garmin GPS MAP 64s wirkt wie „von Profis für Profis“ geschaffen und man merkt, man hat es hier eher mit einem Werkzeug als einem Consumer Elektronikgerät zu tun.
Das Navigieren auf Straßenkarten ist zwar möglich, aufgrund des kleinen Displays aber nicht immer ganz einfach. Das Routing selbst funktioniert aber tadellos.
Besonders gefällt uns die Page Taste, mit der man schnell durch die verschiedenen Ansichten wechseln kann. Auch die Mark Funktion zum schnellen erstellen eines Wegpunktes ist sehr angenehm.
Es lassen sich verschiedene Profile erstellen und konfigurieren. So hat man seine wichtigsten Funktionen und Einstellungen je nach Sportart oder Fortbewegungsmittel schnell ausgewählt.
Die Informationen die man einblenden kann, sind auch von anderen Outdoor Navis bekannt, darunter Höhenprofile, Kompass Richtung, Entfernungen, Strecken, Geschwindigkeiten, Höhenmeter uvm.
Starten und folgen einer Route funktioniert relativ intuitiv und einfach. Mittels Wegpunkt Manager lassen sich diese auch übersichtlich sortieren.
Auch Konnektivität kann das GPSMAP 64s und steht dem Oregon 700 in der Funktionalität in nichts nach. So lassen sich Wetterdaten anzeigen oder die aktuelle Live Position weitergeben und Tracks die man gerade abgeschlossen hat hochladen um sie anderen Zugänglich zu machen.

Dank GPS und GLONASS Empfang ist die Navigation auch unter schlechten Bedingungen möglich. Bei unserem Test, auch im Wald, konnten wir diesbezüglich keine Probleme feststellen.
Unsere Erfahrungen
Das GPSMAP 64s von Garmin hat uns wirklich überrascht. Wirkt es durch die Tastenbedienung im ersten Moment etwas unbequem, zeigt sich mit jeder Minute mehr, wie durchdacht das Outdoor Navi ist.
Wir würden es bedenkenlos echten Outdoorfreaks empfehlen, die die Straßennavigation wirklich nur hin und wieder benötigen. Abseits befestigter Wege ist es das robusteste und professionellste Gerät dass wir je testen durften.
Für Motorradfahrer ist es eher weniger geeignet. Dafür eignen sich eher diese Motorrad Navis.
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